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Gedichte

D’r Frijohrsputz

Münster, Heidemarie
Kum kunnt
d’r erschte Sunnestrahl
un luegt zum Fenschter rin-
no sih i
plötzlich hondertmol,
d’r Dreck en
alle Ecke nin.
 
No gits kei
halde- jetzt wurd putzt,
klopft un
g’saugt ,des Staubtuch g’schwunge,
het gar net
glaubt , dass m’r selber wie e Wutz,
em Wenter
über sin Schatte isch g’schprunge.
 
Was
Spinnhudle –wo kumme selle blos no her,
sogar em
Schlofzemmer en de letzte Ecke,
so langsam
fällt m’r s aber ehrlich schwer,
die Kaibe
welle eifach net verrecke.
 
D’r Ma
vertrieb i us alle Zemmer,
wo ner nohockt-isch er grad em Weg.
Gang doch
endlich nus end Rewe-
Sage dauernd
– s’ isch scho spät!
 
Er het scho
begelt, er ka net maie,
em Garde do
isch s no viel z kalt,
do kanner no kei Same saie -
sunscht
 werre die Radiesle alt.
 
Grad habe
mit d’r fascht letzte Kraft,
die
Fenschter putzt - sche blitzeblank,
kunnt doch
vun obe ronter d’r Saft,
sche dreckig
brun vum Saharasand.
 
Jetzt habe
g’nug von sellere Putze-
I lei mi nus
end Sunn und schlof,
un denk ,
aber sell macht mi stutze,
über
d’vergessene Dreckecke noch!
 

April 2009


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