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Gedichte

Wandrer sii

(Aus: Schmecksch de Brägel. 1977)
Wandrer sii heißt Sehnsucht trage
noch de schöne Herrgottswelt,
heißt im Tau vu junge Tage
ussestürme, Gipfel wage,
wolkefrei sy Segel gstellt.

Wandrer sii heißt Stilli sueche
wenn de Summer abebrennt,
goldig Chorn us schwere Furche,
Schaddespil um alti Bueche,
schmali Weg im Weidberggländ.

Wandrer sii heißt 's Schöni finde:
Wolke, Witti, Wald un Wind,
Gott un Welt in Garbe binde,
Chränz us Wanderfreude winde
wie ne übermüetig Chind.

Wandrer sii heißt d' Wunder spüre
in de Schöpfigharmonii,
andri dört dra ane führe,
daß si nie de Muet verlire.
Wandrer sii heißt güetig sii.
Wandre heißt in Tiefi denke,
heißt zue letschde Ziile goh,
heißt in d' Welt sich iinesenke,
alles neh un wider schenke,
gläubig, fromm un wunderfroh.

August 2006

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